AMME! // Kritik der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung

 

Verzaubertes Loe-Theater

Premiere in raffiniert-einfacher Kulisse - Verdienter Applaus

In einem völlig veränderten, nahezu verzaubertem Loe-Theater konnte fand am Mittwoch die Premiere des Stücks "Amme", vorgeführt von der Gruppe "ideenrausch", statt. Die Arbeit hat sich gelohnt, denn schon beim Betreten des ehemaligen Loe-Theaters staunten die rund 70 Besucher. Die 15 jungen Leute der Theatergruppe hatten in den letzten Wochen mit vielen Helfern das ehemalige Kino fit fürs Theater gemacht, um für ihr Publikum drei Tage lang das Stück "Amme" zu spielen. Sie wollen zeigen, dass das ehemalige Lichtspielhaus zu noch zu viel mehr als nur zum Abriss zu gebrauchen ist. Gespannt blickten die wartenden Besucher auf die Uhr, während sie im Foyer auf den Einlass in den Saal wartete. Aber um kurz nach acht war es dann so weit und der Vorführraum des Loe-Theaters war kaum wiederzuerkennen. Buntes Licht strahlte an den Wänden des Raumes gegen die Decke. Nach einigen Bildern auf einer Videoleinwand begann das Stück über den Albtraum eines Menschen, als Amme der noch nicht tatsächlich existierenden Bio-Industrie, der sich um die Versorgung von Embryonen kümmert. Neun Darsteller spielten in der raffiniert-einfachen Kulisse das spannende, jedoch nicht ganz einfach zu verstehende Theaterstück. Nach eineinhalb Stunden ernteten die engagierten Schauspieler einen verdienten Applaus für ihre Leistungen.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 12. 04. 2002