| ideenrausch // Andorra / Presse |
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Andorra ist ganz in der Nähe |
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Das bisher aufwendigste "ideenrausch"-Projekt fand am letzten Wochenende seinen Abschluss. In der Grubenausbauwerkstatt führte die Gruppe unter der Leitung des Regisseurs Sven Dittrich "Andorra" von Max Frisch auf. |
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Vor sieben Jahren, kurz nach Gründung der Gruppe, keimte die Idee einer Andorra-Inszenierung. Schnell merkten damals die jungen Akteure, dass man an Grenzen stieß. Fazit: Das Projekt wurde erstmal auf Eis gelegt. Nach nun elf Theaterprojekten wagten sich die 20 Mitwirkenden an Frischs weltbekanntes Theaterstück und überzeugten mit einer gelungenen Inszenierung und bemerkenswerten, schauspielerischen Leistungen der Laiendarsteller. In Nachtschichten bauten die Jungschauspieler ein aufwendiges Bühnenbild, das während der rund zwei stündigen Aufführung stimmungsvoll ausgeleuchtet wurde und dem Zuschauer den emotionalen Zugang zu Andorra gewährte. Worum es im Stück ging, war dem Zuschauer schnell klar: Andri, der in dem fiktiven Ort Andorra als Judenjunge angesehen wird, erfährt am eigenen Leib die Auswüchse von Intoleranz und daraus resultierender Ignoranz seiner Mitmenschen. Egal ob es die Wirtin, der Soldat oder die Nonne sind - für alle ist Andri nur der "Jud" und sein ungerechter Tod am Ende bleibt dann auch mangels unabhängiger Kontrollsysteme ungesühnt. Die Geschichte, die auch heute noch mehr als aktuell ist, berührte viele der rund 200 Zuschauer so sehr, dass sogar Tränen im Publikum flossen. Anerkennung gab es zur Premiere auch von Schirmherrin Uta Heinrich: "Wir sind stolz, dass es die Gruppe ,ideenrausch' in unserer Stadt gibt und wünschen uns noch viele weitere Veranstaltungen von ihnen." -LuT Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 16. August 2004 |