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>> Die Dreharbeiten |
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Keep
cool!
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| An dem Wochenende des 14. Dezembers 2002 und des 4. Januars 2003 waren wir vollends aktiv. An diesen Tagen wurde der Hauptteil von der Verfilmung von "grand mal" im Schloss Lembeck angedreht. Hier eine kleine Zwischenbilanz. |
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Es dürfte mittlerweile bei unserer Arbeit zu einer Konstante geworden sein, dass, sobald wir uns mit Kamera, Drehbuch und jeder Menge Ideen auf die Pirsch begeben, die Kälte ihren Einbruch findet. Das war schon so, als wir die ersten Location-Touren für den AMME-Trailer machten, setzte sich dann bei jenem Theaterstück selbst in den Ruinen Hülser Kinogeschichte fort und feierte sein Comeback in den vergangenen Wochen, als wir uns zu Dreharbeiten für "grand mal" ins Schloss Lembeck begaben. "Leiden für die Kultur" könnte man es betiteln. Und mit "leiden" will ich nicht einmal uns Techniker und Regisseure ins Licht des Mitgleids stellen - obgleich auch wir zeitweise in Socken und ohne Jacke unsere Arbeit in den mittels eines Gasbrenners beheizten Gemäuern des Dorstener Schlosses verrichteten. Viel verheerender dürften diese beiden Wochenenden - es waren irgendwie die einzigen im ganzen Dezember, die so kalt waren - für die Schauspieler gewesen sein. George W. (Helge Salnikau) und der böse Araber (Sebastian "Jersey" Jerzembek) hat es ja noch vergleichsweise gut getroffen mit ihren Kostümen. Viel eher Grund das Ziel von Mitleid zu werden hatten da schon Burgunder (Pamela Tschentscher) und die kaffeesatzlesende Hure (Simone Quitteck), deren Outfit nicht mehr als eine Bluse und ein kurzer Rock bzw. ein Sommerkleid darstellt. Freude kam da natürlich in den Drehpausen auf, in denen man entweder in den mit Heizungen ausgestatteten Nachbarraum flüchtete oder sich kollektiv um den Gasheizer gruppierte. Ich glaube, dass man gar nicht erst daran denken sollte, dass für die meisten der Drehtag mit mehr als zwölf Stunden alles andere als kurz und damit vielleicht noch physisch erträglich gewesen ist. Bei all dem Gejammere darf ich allerdings nicht vergessen, wie viel Spaß wir letztlich bei den Dreharbeiten gehabt haben. Wo wir uns zwischen den Takes mit Witzen und Galgenhumor bei Laune hielten, sorgten Versprecher und misslungene Szenen für allgemeine Unterhaltung. Da waren beispielsweise Benny Tschentscher (2. Kameramann) und Dominik Melsa (Kameraassistent), die immer wieder versuchten, heimlich aber dennoch vehement auch einmal mit ins Bild zu kommen, in dem sie entweder komplett oder nur mit der Tonangel sich geschickt positionierten. Dazu kamen allerlei Missverständnisse, wenn sich Darsteller mit ihren Positionen im Bild vertan und sich schließlich gegenseitig umgerannt haben. Auch gab es einige Regeln, die es während des Drehs zu beachten gab - aber nicht immer ernst genommen wurden. Handys klingelten da bei Aufnahme. Lauthals wurden Witze im Vorraum erzählt, während man im Saal versuchte, die imaginäre Welt des George W. zu retten. Und letztlich verabschiedeten sich unsere essbaren Requisiten nach und nach aufgrund allgemeinen Hungers. Physisch gesehen liegt die schwerste Arbeit nun hinter uns. Naja, fast. Ein großer Dreh steht uns noch bevor. Im neuen Industriegebiet Marl-Dorsten werden wir am 23. Februar eine Massenpanik versuchen auf Video zu bannen. So viele Autos wie möglich, Hebebühne und natürlich gutes Wetter werden dabei unerlässlich sein. Bleibt zu hoffen, dass alles wirklich klappt. Derweilen haben wir die Lembeck-Szenen bereits einmal geschnitten. Und wir können mit Bestimmtheit sagen: Es funktioniert! Die Anschlüsse zwischen den Szenen passen, das Konzept ist aufgegangen. Das macht Mut für den Rest. Immerhin ist der Außendreh nicht unser letzter. Wirklich spannend wird es dann im April noch einmal, wenn die Filmmusik eingespielt werden wird. Unser Komponist Tobias Dalhof ist derweilen schon am "kompostieren", wie er es immer nennt. Und letztlich den Feinschliff wird "grand mal" in Dortmund in den Ruhr-Sound-Studios bekommen. Dolby Surround und die nötigen Effekte werden ihren Weg in die Ohren der Zuschauer finden. Für Mai diesen Jahres ist die Premiere angesetzt. Wo und wann genau, erfahrt ihr bald an dieser Stelle. |
| - Stefan Korte, 12. Februar 2003 |