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grand mal // Kritik der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung |
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Und der Präsident hat Schuldgefühle Theatergruppe "ideenrausch" zeigt ihr aktuelles Stück "Grand Mal - Großes Übel" Kalte Wände, flackernde Beleuchtung, bedrückende Bunker-Atmosphäre: Die Theatergruppe "ideenrausch" ließ es spannend angehen, als sie zur Premiere ihres aktuellen Stücks "Grand Mal - Großes Übel" unter dramatischer Musik in die Eisenlagerhalle einmarschierte. Mit 15 Schauspielern inszenierte Sven Dittrich seine Zukunftsvision der Folgen des 11. Septembers. Von Schuldgefühlen geplagt, versucht der fiktive Präsident George W., gespielt von Helge Salnikau, die grausame Vergangenheit zu verarbeiten, während er im Bunker auf ein Ende des eingetretenen Krieges wartet. Auf der Suche nach sich selbst und der Wahrheit über das Geschehene, diskutiert er mit Charakteren, die er in seiner Phantasie erschaffen hat, über verschiedene moralische Fragen wie "Warum gibt es das Böse?" oder "Was sind meine Pflichten?". "Wir wollen ein bißchen mit der Angst der Leute spielen, um die möglichen Folgen eines eventuellen Gegenangriffes der Vereinigten Staaten klarzumachen." erklärt Autor und Regisseur Dittrich. Das Ziel hat die Theatergruppe erreicht. Die Zuschauer zeigten sich begeistert über die Schauspielkunst der Gruppe, aber auch ein wenig geschockt über den sarkastisch dargestellten Ernst der Lage. Die Darsteller und Mitwirkenden wurden beglückwünscht und gelobt. Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 28. September 2002 |