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Besucher
berauschen sich an Marler Ideen
AUSSTELLUNG:
Reise in die Vergangenheit / Visionen von einer Großstadt
Mit der Präsentation
"Marl - Skizze einer Vision" will die Kulturinitiative "ideenrausch" zeigen,
wie sich Stadt und Stadtkern gewandelt haben.
von Tim Kröger
Im Foyer des Rathauses
haben Sven Dittrich, Stefan Korte und Sebastian Jerzembek von "ideenrausch"
dazu verschiedenste Exponate und Zitate aus der Pionierzeit Marls zusammengetragen.
"Wir wollen Marl kulturell
beleben und entdecken", so Sven Dittrich. "Wichtig für uns ist es, dass
der Bürger das Interesse für seine Stadt entdeckt und eine Identifikation
mit seiner Heimatstadt herstellt, die bei vielen schon verloren gegangen
scheint."
"Wir bauen eine Stadt",
so sagte einst Bürgermeister Rudolf Heiland, als es darum ging die Stadtentwicklung
voran zu treiben und Marl zu einer der größten und schönsten Städte des
Ruhrgebietes zu machen. Marl sollte zu einer modernen Industriestadt mit
vielen Grünflächen werden. Die Zeitschrift "Kristall" sprach sogar von
der "größten Stadt Europas".
Die Ausstellung zeigt
die ersten Entwürfe des Stadtkerns sowie des Rathauses und des Bahnhofs.
Zusammen mit seinem Stadtplaner Günther Marshall entwickelte Rudolf Heiland
1954 ein Konzept, das bis heute das Stadtbild prägt. Nicht nur das Rathaus,
das Hallenbad und der Marler Stern sollten der erwarteten Kapazität von
150 000 Einwohnern standhalten. Auch Verkehrswege wie die Bergstraße sind
bis heute darauf ausgelegt. Doch die Vision von der Großstadt blieb ein
Traum. Viele der damaligen Planungen und Berechnungen stellten sich später
als falsch oder nicht realisierbar heraus.
Noch bis Ende nächster
Woche kann "Skizze einer Vision" im Sitzungstrakt des Rathauses besichtigt
werden.
Marler Zeitung,
1. August 2003
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